Lesen hilft!

Die Universitätsbibliothek ist weit mehr als eine Bücherburg. Von den Gruppenarbeitsplätzen, die Studierende zum gemeinsamen Lesen und Arbeiten einladen, über das umfangreiche Kursangebot, das in Recherchestrategien, Umgang mit der modernen Informationsflut oder dem Erkennen von Fake News schult, bis hin zu Veranstaltungsräumen wie dem Schaufenster: Die Bibliothek ist Lern- und Begegnungsort zugleich. Aktuell kann man dort z. B. die Ausstellung Samuel Beckett: The German Room erleben, die besondere Exponate aus dem Bestand der Universitätsbibliothek ebenso zur Schau stellt wie geliehene Manuskripte und Objekte. Nicht so einfach zugänglich und dennoch für alle Forschenden da sind Sondersammlungen wie beispielsweise das Rara-Magazin – Hier finden sich Schätze wie gesammelte Korrespondenzen, künstlerische Unikate oder Jahrhunderte alte Wetteraufzeichnungen – Zeugnisse einer noch anderen Wissenswelt, die dennoch bis heute relevant sind.
Digitale Angebote mit den verschiedensten Zielsetzungen
Digitalität ist kein Modetrend, sie gehört zur Bibliothek wie das gedruckte Buch. Die UB Regensburg hat vor Kurzem ihr Bibliothekssystem auf den modernen, offenen Katalog FOLIO umgestellt – mit nutzerfreundlicher Suche und mehr Komfort für Studierende und Forschende. Neben der digitalen Verwaltung ihres eigenen Bestands engagiert sich die Regensburger UB jedoch auch in vielen weiteren Projekten, die sich den Herausforderungen unserer modernen, digitalen Welt stellen und sich gleichzeitig deren Chancen zunutze machen. Sei es mit Angeboten wie der Elektronischen Zeitschriftendatenbank EZB, die von Regensburg aus wissenschaftliche Fachzeitschriften im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus verfügbar macht. Sei es in Bezug auf die Open-Access-Transformation, die momentan den demokratischen Zugang zu Wissen weltweit revolutioniert. Oder sei es im Rahmen von Projekten wie der multimedialen Langzeit-Verfügbarkeit oder Einrichtungen wie dem UR Data Hub zur Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beim Management ihrer Forschungsdaten. Die Universitätsbibliothek schafft auf den verschiedensten Wegen Zugang zu Wissen in all seinen Facetten.
Lesen, Gesellschaft und die Herausforderungen unserer Zeit
Im Podcast wenden wir uns auch den großen Fragen zu: Warum ist Lesen mehr als eine Freizeitbeschäftigung? Was macht kritisches Lesen aus – nicht nur effizient, sondern tief, analytisch, aufmerksam? Genau darum geht es auch im Ljubljana Reading Manifesto, an dessen Entstehung Dr. André Schüller-Zwierlein beteiligt war: Lesen in hoher Qualität – also anspruchsvoll, reflektiert und kritisch – stärkt das analytische Denken und ist ein Baustein für mündige Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Und in Zeiten von KI, massenhaften Informationen und politischen Umbrüchen stellt sich die Frage: Wie schützen wir die Unantastbarkeit von Wissen und die Zuverlässigkeit von Information?
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