Neue Podcastfolge: Trump zum Zweiten

Gefährdet Trump die Demokratie?
Er provoziert: Noch bevor er wieder im Amt war, hat Donald Trump einmal mehr Aufsehen erregt, als er Anfang Januar verkündet hat, die Kontrolle über Panama, Grönland und Kanada gewinnen zu wollen. Kaum wiederernannt, begnadigt er mit einer einzigen Unterschrift rund 1.500 Straftäter vom Sturm aufs Kapitol aus dem Jahr 2021, und unterschreibt noch am gleichen Tag etliche weitere höchst umstrittene Dekrete – unter anderem den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen und der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Da verwundert es nicht, dass sich viele Menschen Sorgen um die Zukunft der Demokratie machen, und das nicht nur in Bezug auf die Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa.
Zu Gast im Studio: Politikwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Bierling
Wie lässt sich Trumps Erfolg erklären? Was haben wir von seiner Politik die nächsten vier Jahre über wohl tatsächlich zu erwarten? Und welche konkreten Auswirkungen kann das für uns hier in Europa haben?
Darüber spricht Podcast-Host Katharina Herkommer in der aktuellen Folge unseres Wissenschaftspodcasts “Gasthörer” mit Prof. Dr. Stephan Bierling, Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen.
Der tiefe Riss in der amerikanischen Gesellschaft
Im Podcast geht es auch um Bierlings Einschätzung dazu, wie es zu der aktuellen gesellschaftlichen Situation in Amerika gekommen ist: Die Bevölkerung ist tief gespalten, die beiden Lager von Demokraten und Republikanern scheinen sich immer weiter voneinander wegzubewegen - nicht nur in der Welt der Politik, sondern bis hinein in alle Lebensbereiche. Warum das seiner Meinung nach so ist, und ob es aus dieser Situation einen Ausweg gibt – damit beschäftigt sich Prof. Bierling in seinem aktuellen Buch: “Die Unvereinigten Staaten” heißt es, und zu welcher Prognose er darin für die Zukunft der USA kommt, das verrät er in dieser Podcastfolge.
Comments
Nicht nur an dieser Stelle bringt Stephan Bierling die Lage und die Zusammenhänge unmissverständlich auf den Punkt. Diese Entwicklung war und ist tatsächlich keine Überraschung.
Ja, wo sind die Staatsleute, die sich trauen aus Überzeugung und gegen alle Widerstände, Demokratie so konkurrenz- / zukunftsfähig zu gestalten, dass tragfähige Zukunftsstrategien entstehen können?
Wie können zumindest die real existerenden "digitalen Kampfmittel" der hybriden Kriegsführung sichtbar gemacht, entschärft und abgewehrt werden -bevor es für faktenbasierte demokratische Wahlen endgültig zu spät ist?
Zu komplexe Zeiten, zu düstere Aussichten, viel zu einfache Antworten, viel zu wenig Nachdenken ... ab in die Buble oder verstecken hinter einem ordentlichen Gartenzwerg 🥲